Mitteldeutsches Kammerorchester

 



In Weimar liegt die Wiege dieses Spezialensembles. Als Studenten der dortigen Musikhochschule "Franz Liszt" lernten sich die Musikerinnen und Musiker kennen, die 1987 auf Anregung von Konzertmeister Andreas Hartmann und KMD Prof. Wolfgang Kupke das "Mitteldeutsche Kammerorchester" gründeten. Sie hatten sich die sinfonische Musik des 18. und 19. Jahrhunderts zum Programmschwerpunkt erkoren. Weiterhin stand ein ganz praktischer Bereich auf der musikalischen Speisekarte des neuen Klangkörpers: die Begleitung oratorischer Literatur, ein Schwerpunkt jedes freischaffenden Orchesters.

Heute sitzen die Musiker von damals an den ersten Pulten der führenden Orchester der Neuen Bundesländer. Im MDR-Sinfonie-Orchester, im Gewandhaus-Orchester Leipzig, im Orchester des Opernhauses Halle und im Staatsorchester Halle sowie in der Staatskapelle Weimar und im Orchester des Magdeburger Landestheaters arbeiten die Musiker in ihren festen Anstellungen. Trotz der hohen künstlerischen Anforderungen und Dienstbelastungen blieb bei den einmal verbundenen Musikanten der Wunsch nach dem Besonderen wach. Dieser läßt sich in diesem speziellen Kammerorchester "ausleben".

In den letzten Jahren erwuchs neben der Arbeit als Begleitorchester chorsinfonischer Literatur verstärkt das Bedürfnis, für verschiedene Konzertreihen reine Orchesterprogramme zu erarbeiten. Gern gesehene Gäste sind sie in der Kölner Philharmonie, bei den Klosterkonzerten Maulbronn, bei den Barockfesten Würzburg, beim Braunschweiger Kammermusikpodium und den Thüringer Bach-Wochen. Gemeinsam mit dem Thomanerchor Leipzig gestalteten sie häufig in der Leipziger Thomaskirche die zyklische Aufführung der Bach-Kantaten. Mehrfach begleiteten sie die Preisträger des Internationalen Bach-Wettbewerbs im Gewandhaus zu Leipzig.

Neben zahlreichen Rundfunk- und Fernsehaufnahmen ist das Mitteldeutsche Kammerorchester auch auf dem CD-Markt präsent. Aufnahmen mit Werken von Vivaldi, Mozart und selbstverständlich Johann Sebastian Bach liegen vor.